Im Norden ist gut morden – Hamburger Krimis

Heute am Donnerstag startet der dänische Film „Schändung“, nach dem gleichnamigen Roman von Jussi Adler-Olsen. Teile des Films wurden in Hamburg im Münzviertel gedreht, die Szenen zeigen Straßenzüge des Quartiers und Gebäude – im Film selber stellen sie Schauplätzen in Dänemark dar.

Nicht immer nur leiht Hamburg seine vielseitigen Schauplätze an Filmemacher und Schriftsteller aus, eine ganze Reihe von literarischen Ermittlern und Helden tummeln sich tatsächlich in der schönsten Stadt der Welt.

Kriminalhauptkommissar Jan Fabel ermittelt seit 2005 in der Hansestadt. Die Bücher des britischen Autors Craig Russel erfreuen sich großer Beliebtheit, hat er sich doch Hamburg ausgesucht, obwohl er selber in Schottland lebt. Für seine Romane   besuchte er die Stadt und ganz Norddeutschland zu Recherchezwecken, um dann detailgetreue tolle Schauplätze zu beschreiben, wie etwa die Eppendorfer Wohnung Fabels oder den Fundort einer grausig zugerichteten Leiche in Blankenese.St.Pauli_Hamburg

Die St. Paulianerin Simone Buchholz ist bekannt für ihre Kiez- und Hamburg Krimis. Ihre populäre Reihe um die Staatsanwältin Chas Riley überschüttet den Hamburger Kiez geradezu mit patriotischer Zuneigung und entsprechender Wertschätzung. Die witzigen Romane sind inzwischen über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt und sorgen für reichlich gute Werbung für die Kleinstadt Hamburg_WiederaufbauSt. Pauli und das gesamte Stadtgebiet.

Einen historischen Beitrag leistet Cay Rademacher mit seinem Kriminalroman „der Trümmermörder“, welcher im zerstörten Nachkriegshamburg spielt und auf wahren Begebenheiten beruht. Rademacher behandelt einen ungeklärten Mordfall aus dem Winter 1946/47 und legte damit den Grundstein für seine Trilogie um Oberinspektor Frank Stave, der seinen Dienst im von Fliegerbomben zerstörten Hamburg versieht.

An der feinen Alster und in der besseren Hamburger Gesellschaft spielt der zweite Roman von Anette Hinrichs und ihrer Kriminalbeamtin Malin Brodersen. Hinrichs beschreibt bildhafte Szenen, die dem Leser vermitteln, er stünde direkt in den geschilderten Straßen und Plätzen. Hamburg wie es leibt und lebt. Der erste Roman beschäftigt sich mit einem lange gehüteten hanseatischen Familiengeheimnis und wAussenalster_Hamburgar ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Im Norden ist gut morden, die Fülle an fantastischen Autoren, die ihre Ermittler nach Hamburg schicken gibt der Stadt recht und bereichert jedes Bücherregal – ob nördlich der Elbe oder in Bayern.

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