Holy Shit; es ist wieder soweit!

Selten bekommt ein Kunsthandwerksmarkt so viel Zuspruch wie das „Holy Shit Shopping“! Zu Recht, wie wir finden.

Jedes Jahr wieder strömen die Besucher in die Messehallen und geben alles, Holy Shit Shopping 2017um die vielfältigen Kreationen junger Designer zu ergattern. Gesteigert wird das Vergnügen durch Djs und den Ausschank hochprozentiger Getränke, sowie den Verkauf beliebter Klassiker wie Flaschenbier.

Wer hätte gedacht, als im Jahre 2006 das erste Holy Shit Shopping stattfand, dass der Erfolg nachhaltig so durchschlagend sein würde. Lange Schlangen vor den Messehallen geben dem Konzept recht; die Besucher kommen. Vom interessierten Neuling, über den Nachbarschaftshipster, bis zu Studenten, Normalbürgern und Influenzern ist alles vertreten.

Zum Weihnachtsfest die Lieben mit einem individuellen Geschenk aus den Bereichen Textil, Fotografie, Kunsthandwerk, Kleinmöbel, Kosmetik, Food oder Genialerfindung und -kreation zu überraschen ist der gemeinsame Nenner der Bewegung. Geeint im Streben Liebe zu geben!

Die Stimmung ist entspannt in der Halle, die Verkaufsstände sind im Reihensystem angeordnet, die Menschenwalze schiebt sich durch die Gänge. Jeder entwickelt sein eigenes System, um möglichst die ganzen Auslagen zu begutachten. Geduldig wartet man in den Trauben Schaulustiger, die sich an den besonders begehrten Ständen mit den Trendartikeln bilden. So manch ein Besucher sucht eigentlich eher für sich selbst, anstatt das Augenmerk auf passende Geschenke für die pucklige Verwandtschaft zu richten. Warum auch nicht? Der Mensch sollte es sich daheim oder im Büro schön machen, sonst wird die Seele vielleicht traurig.

Die Auslagen werden im Geiste gescannt und Vermerke angelegt – hier komme ich später noch einmal wieder!

Zum Geheimnis des Erfolges können wir nur Vermutungen anstellen. Wir vermuten also, dass es kein eindimensionales Erklärungsmodell gibt und unterschiedliche Motive die Menschen zum Holy Shit Shopping locken. In Zeiten von Abgasskandalen schätzt der Verbraucher den ehrlichen Händler, der ein ehrliches Produkt verkauft. In Zeiten von Apple schätzt der Verbraucher den individuellen Ansatz eines Nischenproduktes, um dem Sog einer Massenidentät entgegen zu wirken. Das Gehirn des Verbrauchers schätzt den Reiz des überraschenden, den Twist eines raffinierte Produktes, den Reiz des noch nie dagewesenen.

Der Hersteller eines mit Liebe gefertigten Produktes an seinem Verkaufsstand strahlt eine andere Energie aus, als der Verkäufer eines Massenproduktes. Der Mensch kann nicht anders, als eine solche Atmosphäre zu genießen, die von Sorgsamkeit und liebevoller Hinwendung zu einer Sache geprägt ist. Es steigert die eigene Sorgsamkeit und das Wohlbefinden. Wenn dann ein Einzelteil des Wohlbefindens in einer Tüte nach Hause getragen wird; umso schöner.

Holy Shit Shopping, wir haben dich daher furchtbar lieb <3

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