Am 21.02.2019 kommt der Film „Zum Goldenen Handschuh“, basierend auf den Roman von Heinz Strunk in die deutschen Kinos. Es geht um die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka. 

Die Geschichte um den Mörder Fritz Honka

Die Kultkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ ist auf der Partymeile Hamburger Berg im Stadtteil St. Pauli gelegen, unweit vom Hans Albers Platz. Es ist eine der Kneipen, die seit 1953 dauerhaft geöffnet sind. Fritz Honka war hier und beispielsweise auch in der gegenüber liegenden Kneipe Elbschlosskeller Stammgast und hat sich zu späten Abend- bzw. frühen Morgenstunden seine späteren Opfer „angelacht“ und mit nach Hause genommen.

Fritz Honka wurde als eines von 10 Kindern in Leipzig geboren. Er hatte eine schwere Kindheit, wurde ins Jugend-KZ gebracht und war anschließend in Kinder- und Pflegeheimen untergebracht.

1956 kam er nach Hamburg und fing an, als Werftarbeiter zu arbeiten. Im selben Jahr erlitt er einen Verkehrsunfall, aufgrund dessen er eine zertrümmerte Nase und dauerhaftes Schielen erhielt.

Die Frauenmorde von Fritz Honka

Aufgrund starker Alkoholprobleme und seinem entstellten Aussehen, gelang es Fritz Honka nicht, eine feste Partnerin und Beziehung zu finden. Sexualkontakte suchte im Milieu der Reeperbahn, vor Allem aber auf dem Hamburger Berg in der Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“.

Mit 35 verdiente Honka sein Geld als Nachtwächter bei der Shell Centrale in der City Nord und beging seinen ersten Mord im Dezember 1970. In seiner Wohnung in Altona erdrosselte er die Gelegenheitsprostituierte Getraud Bräuer, da sie sich weigerte, mit ihm zu schlafen. Anschließend wurde die Leiche von ihm zersägt und die Leichenteile, bis auf den Torso, in Paketen im Stadtteil verteilt. Die Leichenteile wurden gefunden, die Polizei hatte damals jedoch keine Spur zu Fritz Honka als Täter.

1974 verfuhr Fritz Honka ebenso mit der Prostituierten Anna Beuschel, die zwar mit ihm schlief, allerdings seinen Ansprüchen nicht genügte. Im späteren Verhör soll Honka ausgesagt haben, dass sie wie ein Brett nur da gelegen habe.

Im selben Jahr ermordete er ebenfalls die Prostituierten Frieda Roblick und 1975 Ruth Schult. Diese 3 Frauen zersägte er ebenfalls, versteckte die Leichenteile allerdings in seiner Wohnung sowie auf dem Dachboden.

Die Opfer wurden niemals als vermisst gemeldet, sie stammten aus der „Trinkerszene“, die sich gelegentlich prostituierten.

Der Fund der Leichen

Die Morde von Fritz Honka wurden nur per Zufall entdeckt. Im Juli 1975 brach in seinem Wohnhaus ein Feuer aus. Während der Löscharbeiten wurden Leichenteile von der Feuerwehr entdeckt, woraufhin die Polizei die Wohnung durchsuchte und Leichenteile der drei ermordeten Frauen seit 1974 fand, sowie den Torso der 1970 ermordeten Getraud Bräuer.

1976 begann der Prozess, welcher die Verurteilung zu 15 Jahren Gesamtfreiheitsstrafe erwirkte. Honka wurde in einem Fall wegen Mord und dreimal wegen Totschlag, begangen im Zustand verminderter Schuldfähigkeit, verurteilt. Der Zustand verminderter Schuldfähigkeit wurde durch eine „schwere seelische Abartigkeit mit Krankheitswert“ entschieden. Honka hatte starke Selbstbewusstseinsstörungen und einen hohen Drang, sich als überlegen darzustellen.

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